Uhrenhaus · Schonach im Schwarzwald · seit 1854

Der Waldhält die Zeit.

Kuckucksuhren aus der Hand einer Familie, in siebter Generation. Zwölf verlassen das Haus im Jahr — eine für jede Stunde des Zifferblatts.

Schonach im Schwarzwald

I.

Das Haus

Wir fertigen keine Uhren. Wir ziehen sie auf.

Eine Kuckucksuhr ist ein kleines Haus für die Zeit. Unsere werden aus Linde geschnitzt, geschlagen bei abnehmendem Januarmond — Mondholz — und elf Jahre unter dem Dach dieses Hauses getrocknet, ehe ein Eisen sie berührt. Das Werk ist mechanisch, aus Messing, acht Tage je Aufzug. Der Ruf sind zwei Töne, eine fallende kleine Terz, aus zwei Blasebälgen und zwei Tannenpfeifen — so wie seit 1854.

  • MDCCCLIVGegründet in Schonach
  • VIIGenerationen einer Familie
  • XIIUhren verlassen das Haus im Jahr
  • XIJahre ruht das Holz vor dem Schnitt

II.

Das Kabinett

Zwölf Abschiede im Jahr.

Die Uhren, die derzeit im Haus stehen. Jede trägt ihre Nummer im Werkverzeichnis — dem Buch, das die Familie seit 1854 ohne eine fehlende Eintragung führt.

Geschnitzte Kuckucksuhr „Mondlicht" — eine Eule unter der Mondsichel, dunkel gewachste Linde, von einem warmen Licht beleuchtet

WV 208Offen für Korrespondenz

Mondlicht

Mondlicht über dem Hochwald

Holz
Linde, dunkel gewachst · Zifferblatt aus Nussbaum
Werk
Achttagewerk, mechanisch, Messing
Schnitzarbeit
460 Stunden geschnitzt

14.800 €Dossier öffnen

Geschnitzte Kuckucksuhr „Tannenruh" — tiefes Relief aus Tannenzweigen in heller Linde, ein warmes Licht in der Dunkelheit

WV 211Versprochen

Tannenruh

die Stille der Tannen unter Schnee

Holz
Linde, natur · Relief aus Tannenzweigen
Werk
Achttagewerk, mechanisch, Messing
Schnitzarbeit
640 Stunden geschnitzt

21.400 €Dossier öffnen

Geschnitzte Kuckucksuhr „Waldkauz" — ein Waldkauz über dem Zifferblatt, Nussbaum und Linde, im Helldunkel

WV 216Offen für Korrespondenz

Waldkauz

der Waldkauz hält die dritte Wache

Holz
Gehäuse aus Nussbaum · Schnitzerei aus Linde
Werk
Achttagewerk, mechanisch, Messing, Nachtabschaltung
Schnitzarbeit
520 Stunden geschnitzt

19.600 €Dossier öffnen

Geschnitzte Kuckucksuhr „Abendläuten" — geräucherte Linde, das vergoldete Messingpendel im warmen Licht

WV 219Versprochen

Abendläuten

Abendläuten über dem Tal

Holz
Linde, geräuchert · Pendel aus vergoldetem Messing
Werk
Achttagewerk, mechanisch, Messing
Schnitzarbeit
780 Stunden geschnitzt

26.200 €Dossier öffnen

III.

In privater Hand

Das Verzeichnis schließt nicht.

Jede Uhr seit 1854 steht im Werkverzeichnis. Eigentümer können jederzeit um den Eintrag ihrer Uhr schreiben — ihr Holz, ihren Schlagwinter, ihre Stunden. Diese verließen das Haus zuletzt.

  • WV 199HirschrufWien2023
  • WV 190WintergangKyōto2019
  • WV 183NachtwacheNew York2016
  • WV 171Erster SchneeZürich2011
  • WV 158Stiller GrundHamburg2006

IV.

Die Familie

Sieben Generationen, ein Name.

Porträt von Elias Waldvogel, Uhrmachermeister in siebter Generation, an seiner Werkbank im Laternenlicht
Elias WaldvogelSiebte Generation. Meister des Hauses seit 2011.

Seit 1854 trägt das Werkverzeichnis die Unterschrift Waldvogel. Matthias schnitzte das erste Gehäuse; Frieda, die vierte, hielt die Bänke durch zwei Kriege am Werk; Elias, der siebte, unterschreibt heute. Seine Tochter Marta, die achte, schneidet bereits ihre eigenen Tannenzweige. Keine Uhr verlässt dieses Haus, die kein Waldvogel gehalten hat.

Die Meister des Hauses

  • I.Matthias Waldvogel1854–1881
  • II.Johann Waldvogel1881–1907
  • III.Albrecht Waldvogel1907–1934
  • IV.Frieda Waldvogel1934–1961
  • V.Georg Waldvogel1961–1987
  • VI.Lorenz Waldvogel1987–2011
  • VII.Elias Waldvogel2011–
  • VIII.Marta Waldvogelin der Lehre seit 2019
Die verwitterten Hände eines alten Uhrmachers führen die Hände eines Kindes über eine Lindenschnitzerei, ein gemeinsam gehaltenes Eisen, bei Kerzenlicht
Das Eisen wird vor dem Füllfederhalter gelehrt.
Porträt von Marta Waldvogel, Lehrling in achter Generation, ein kleines Messingwerk im Laternenlicht prüfend
Marta WaldvogelAchte Generation. In der Lehre bei ihrem Vater seit 2019.

V.

Die Werkstatt

Zwischen dreihundert und neunhundert Stunden.

Eine Schnitzerei beginnt auf Papier, dann in der Linde, mit Eisen, die in dieser Werkstatt geschliffen werden, und einem Klüpfel, den eine Hand geformt hat. Das Relief wird mit den Jahresringen geschnitten, damit der Schatten fällt wie auf einem lebenden Ast. Nichts wird geschliffen, was die Klinge vollenden kann.

Die Hände eines Schnitzers führen das Eisen über ein Lindenrelief aus Tannenzweigen, Späne auf der dunklen Werkbank, ein warmes Licht

VI.

Die Urkunde

Keine Uhr verlässt das Haus ohne ihre Papiere.

Jede Uhr trägt das VdS-Zertifikat des Vereins die Schwarzwalduhr — mechanisches Werk, alle wesentlichen Teile aus dem Schwarzwald — und die Urkunde des Hauses: das Holz, sein Schlagwinter, die Stunden der Schnitzarbeit und die Unterschrift des Meisters.

Warum Echtheit zählt

VII.

Der Auftrag

Geben Sie eine Uhr in Auftrag, die es noch nicht gibt.

Eine Auftragsuhr beginnt mit einer Korrespondenz und, wenn das Haus annimmt, mit einer Audienz — in Schonach oder brieflich. Der Schnitzbericht geht Ihnen monatlich zu. Ist die Uhr vollendet, reist ein Uhrmacher des Hauses, um sie zu hängen, aufzuziehen und den ersten Ruf in ihrem Zimmer zu hören. Wir nennen das die Investitur.

Korrespondenz beginnen

Das Haus nimmt drei Aufträge im Jahr an.